eLeadership im Sozialwesen: Welche Führungsentscheidungen digitale Bildung ermöglichen – oder verhindern
- Alicia Sailer

- 5. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Digitale Bildungsstrategien im Sozialwesen entstehen nicht im luftleeren Raum.
Sie bewegen sich in einem Spannungsfeld aus Alltag, Verantwortung und dem Anspruch, fachlich gut zu bleiben.
Was dabei übersehen werden kann:
Lernen passiert nicht, weil es Angebote gibt.
Und es bleibt auch nicht aus, weil Menschen „nicht wollen“.
Vielmehr wird Lernen – jeden Tag – durch Entscheidungen ermöglicht oder erschwert.
Dabei kann eLeadership hilfreich sein.
Nicht als zusätzliche Kompetenz, die „auch noch“ aufgebaut werden muss, sondern als Perspektivwechsel auf Führung: Wie gestalte ich Rahmenbedingungen so, dass Lernen unter realen Bedingungen möglich wird?
eLeadership richtet den Blick weg von der individuellen Motivation und hin zu den Strukturen, in denen Lernen stattfindet.

Dabei lassen sich drei Ebenen unterscheiden, auf denen Führung wirksam wird:
Im Alltag (operative Ebene)
Führung entscheidet über Zeit, Prioritäten und Unterbrechungen.
Das geschieht kontinuierlich (keine einmalige Entscheidung). Lernzeit entsteht dort, wo sie geschützt wird – auch gegen Dringlichkeiten des knappen Alltags.
Im Verständnis von Lernen (pädagogische Ebene)
Führung prägt, welche Bedeutung Lernen hat. Ist Weiterbildung ein zusätzlicher Punkt auf der To-do-Liste –oder ein selbstverständlicher Teil professionellen Handelns? Gerade bei digitalen Themen wird sichtbar, wie wichtig ein sicherer Raum ist, in dem Fragen, Unsicherheiten und Entwicklung Platz haben.
In der Ausrichtung (strategische Ebene)
Führung verbindet Lernen mit den Zielen der Organisation. So wird aus einzelnen Maßnahmen ein gemeinsamer Entwicklungsweg als Teil der täglichen Steuerung.
Digitale Bildung braucht Klarheit, Anschlussfähigkeit und bewusste Entscheidungen.
Viele Organisationen sind hier bereits auf dem Weg. Sie erproben Formate, sammeln Erfahrungen und entwickeln Schritt für Schritt weiter.
eLeadership unterstützt genau diesen Prozess. Es hilft, implizite Muster sichtbar zu machen und Gestaltungsspielräume zu nutzen.
Da, wo Wirkung entsteht: im konkreten Führungshandeln.
Um diesen Prozess zu unterstützen, gibt es bei eEmpower nun ein 4-Wochen-Programm für eLeadership. Es richtet sich gezielt an Führungskräfte und hausinterne Referent*innen und kann ab vier Personen durchgeführt werden.
Das Programm arbeitet nicht mit abstrakten Führungsmodellen, sondern mit realen Entscheidungssituationen: Umgang mit Lernzeit, Priorisierung im Arbeitsalltag, Begleitung von Widerständen und Integration digitaler Lernangebote in bestehende Führungsroutinen.
Alternativ können einzelne Module gezielt in bestehende Führungskräftetrainings integriert werden – etwa zur Rolle von Führung in der digitalen Bildungsstrategie.
eLeadership ist damit kein Zusatzthema für Digitalisierungsprojekte, sondern eine Schlüsselkompetenz moderner Führung im Sozialwesen.

Wenn du und ihr eLeadership in deiner Organisation gezielt entwickeln möchtet – sei es über modulare Bausteine oder ein strukturiertes 4-Wochen-Programm für Führungskräfte
– begleite ich euch sehr gerne bei der Konzeption und Umsetzung.
Quellen:
Avolio, B.J., Kahai, S. & Dodge, G.E. (2001). E-leadership: Implications for theory, research, and practice. The Leadership Quarterly, 11(4), 615–668.
Edmondson, A. (2019). The Fearless Organization. Hoboken: Wiley.




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